Sie sind eine Berater*in…

…und haben den Auftrag, einen „Change Management“ – Prozess in einer Firma zu unterst√ľtzen und zu begleiten. Ihre Aufgabe, Ihr Job, daf√ľr werden Sie gezahlt. Sie machen sich im Kontakt mit den Beteiligten zun√§chst ortskundig, betrachten den Kontext und stellen fest, dass in dieser Organisation der Begriff „Change Management“ ein bunter ist und nur bedingt zur G√§nze Ihr bisheriges Verst√§ndnis trifft. Und schon sind Sie mittendrin: Sprache lernen hilft, sich zu verstehen, Verst√§ndnis ist wiederum Voraussetzung, Ver√§nderungen als Teil von Entwicklungen zu begreifen. Diese Entwicklungen finden permanent statt, erfordern dauernde Auseinandersetzung, nur teilweise beeinflusst vom Wunsch der Beteiligten.

Bei diesen anf√§nglichen √úberlegungen kommen Sie darauf, dass es noch weitere Fragen und Kl√§rungen gibt, die Sie gemeinsam mit Ihrem Kunden zu diskutieren h√§tten, immer verstanden als Teil des Change Managements, damit sich √ľber Ann√§herungen¬†tats√§chliche Weiterentwicklungen ergeben k√∂nnen. Frage: Was k√∂nnen Sie erw√§gen und ermessen, damit m√∂glichst handhabbare und nutzbare Informationen im gemeinsamen Prozess vorhanden sind:

  • Was ist tats√§chlich Ihr Auftrag in diesem Zusammenhang (und derjenigen, die hier Beteiligte sind)?
  • Was ist wessen¬†Interesse und Wille (Betrachtung aller stakeholder)?
  • Was ist¬†der zu erwartende Nutzen / Vorteil?
  • Was ist die Botschaft (durch den Prozesses & an wen)?
  • Was ist das Modell und die Annahmen, nachdem vorgegangen wird?
  • Was sind ¬†die relevanten Kriterien der G√ľte?
  • Wie k√∂nnte ein m√∂glicher Prototyp gestaltet sein?
  • Was ist das vorhandene K√∂nnen?
  • Wie wird vorgegangen (Umsetzungsschritte, der Plan)?
  • Was ist au√üerdem zu ber√ľcksichtigen (Unvorhergesehenes, Timing, Orte, Dynamik, Gef√ľhle etc.)
  • Was ist der Sinn?

Dies sind¬†wesentliche Fragen, die in der Auseinandersetzung zumindest Ans√§tze von Antworten ben√∂tigen, damit ein „Change Management“ nicht blutleer bleibt. Im Gespr√§ch wird man auf weitere Aspekte kommen, die das zuk√ľnftig Gemeinsame beeinflussen k√∂nnen, hin zum gemeinsamen Ziel und wenn man es genau nimmt hin, zum guten Leben in Kooperation, gegenseitiger Angewiesenheit und menschenw√ľrdigem Respekt.

Gro√üe Worte f√ľr einen schlichten professionellen Zusammenhang, in dem es nur um den Abschnitt des gemeinsamen Arbeitens geht. Aber eine angemessene Haltung, wenn es darum geht, zu tun, was man kann, den Entwicklungen zu folgen, wenn man sich dazu entschieden hat und vor allem dann, wenn man seine Aufgabe als Berater*in ernst¬†nimmt.

Beginnen wir also wirklich miteinander zu reden!

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