Vertrauen in Organisationen

GWS – Forum 2011: Stuttgart 03./04. März in der Geno-Akademie

Wie soll der Kooperation und ein gemeinsames Entwickeln denn gelingen, wenn nicht ein bestimmtes Maß an Vertrauen zu- und aneinander besteht? Vertrauen als die selbstverständliche Wurzel und Quelle jeden Zusammenlebens, das eine zukunftsorientierte Perspektive hat.

Selbstverständlich? Umsonst? Ohne Mühe und Bemühen? Nein, Vertrauen braucht Hinwendung und Pflege, Austausch und Respekt in der Differenz, Auseinandersetzung und Diskussion, damit es über längerfristig entstehen und zur Grundlage des Lebens und Arbeitens werden kann.Das GWS Forum 2011 schafft Raum für Vertrauen in Organisationen und macht Vertrauen zum Hauptthema des diesjährigen  Treffens. Näheres zum Programm unter GWS-Netzwerk.de.

Der Weg lohnt sich, denn die Wirkungen reichen deutlich über den Moment hinaus…gws2011.jpg

„Dach überm Kopf“

Manchmal liegt die Verantwortung schlicht darin, die wahrgenommenen Möglichkeiten zur Solidarität zu nutzen. Auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist und längst nicht der letzte sein kann, kann es doch Menschen unterstützen und Dinge des Alltag leichter machen.Wir haben eine dieser Gelegenheiten in der Unterstützung des Projekts „Dach überm Kopf“ wahrgenommen und genutzt. Dabei geht es darum Menschen in Indien dabei zu helfen, in festen Häusern statt in einfachsten Lehmhütten zu leben, in denen sie nicht mehr in einer nur schwer erträglichen Unmittelbarkeit den Widrigkeiten eines Slums und denen der Natur ausgesetzt sind. In Eigenleistung werden die Häuser gebaut, ein Verein sorgt für die Gesamtorganisation und mit dem zur Verfügung gestellten Geld werden z.B. die benötigten Materialien gekauft.In diesem Sommer konnte in Thrissur, Kerala / Indien das „Laterale House“ eingeweiht werden.p1030901.jpgFotos als Eindrücke hier

Laterale-Fest „5“

Anlässlich des 5. Jahrestages der Laterale GmbH hat am 25.09.2010 eine Feier im Felix-Wankel-Institut in Lindau unter dem Motto „Mobilität“ stattgefunden. Neben dem festlichen Teil hatten wir auch inhaltlich Impulse  zur „Zukunft der Mobilität“ (H. Hollerweger, Leiter Gesamtentwicklung Audi AG) und zur „Mobilität der Zukunft“ (Dr. M. Frischmuth, Leiter Konzernsteuern Tognum AG).
Darüber hinaus hat R.H. Strozyk (Leiter „Optimierung Antriebsstrang“ am Wankel-Institut  / Audi AG) uns einen kurzen Überblick über das Haus und seine Aktivitäten gegeben.

Alle drei Impulse zusammengenommen geben einen guten Überblick über die gegenwärtigen Herausforderungen  in Bezug auf unsere äußere und Mobilität als Voraussetzung für eine lebenswerte Zukunft.

In Kürze werden wir die Überlegungen und Thesen von Dr.Frischmuth an dieser Stelle zur Verfügung stellen.

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weitere Fotos hier

Die Fähigkeit mit Krisen umzugehen

Der Faktor Resilienz: ein Beitrag von Dorothe Liebig, Berlin

Mit Resilienz wird in der Psychologie die innere Widerstandskraft von Menschen beschrieben. Psychisch widerstandsfähig, also resilient zu sein, bedeutet dabei nicht, Probleme und Niederlagen zu beschönigen oder Krisen zu ignorieren. Im Gegenteil: Unsicherheiten und Ängste gehören zum krisenhaftem Geschehen und brauchen Raum, damit etwas Neues entstehen kann.
Es ist der Abschied von alten Vorstellungen, das Neuorientieren und Fremdsein in der noch ungeübten Art mit der Welt umzugehen, das „Nicht mehr das Alte und Noch nicht das Neue“, das eine Krise ausmacht.
Die Resilienzforschung beschreibt verschiedene Kategorien, von denen angenommen wird, „Die Fähigkeit mit Krisen umzugehen“ weiterlesen

Elektroautos

Produktion“ – Die Wirtschaftszeitung für die deutsche Industrie – schreibt in der neuesten Ausgabe zum Thema Elektroautos:

Deutsche Gründlichkeit schlägt internationale Konkurrenz

Landsberg (ots) – Wenn es um Elektrofahrzeuge geht, so haben die deutschen OEMs vor allem bei der Batterietechnik noch Rückstand auf ihre ausländischen Wettbewerber. Doch beim Antrieb und Leichtbau können sie der Konkurrenz trotzen, berichtet die Wirtschaftszeitung Produktion in ihrer jüngsten Ausgabe. Um diesen Rückstand aufzuholen, wollen BMW, VW & CO. ihre mit Hilfe von Joint Ventures und neuen Materialkonzepten entwickelten Elektroautos ins internationale Rennen schicken. Am Ende wird wohl der Markt, getrieben durch den Preis, entscheiden, ob sich die deutsche Gründlichkeit gegen die schnellere internationale Konkurrenz durchsetzt.
Laut Recherchen von Produktion ( www.produktion.de ) arbeiten die deutschen OEMs daran, Batterie-Know-how auch hierzulande aufzubauen. Gemeinsam mit Evonik betreibt beispielsweise Daimler die Unternehmen Li-Tec und Accumotive, die für die Herstellung von Batteriezellen beziehungsweise die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien für Autos zuständig sind. Im Smart Fortwo electric drive, der 2012 in Großserie auf den Markt kommt, soll die Technik eingesetzt werden. So geht Autoexperte Professor Karl Noreikat  davon aus, dass der Rückstand relativ schnell aufgeholt werden kann.
Bei anderen Komponenten des Elektroautos ist deutsche Technik weniger im Hintertreffen. Wenn es um Elektromotoren und Leistungselektronik geht, zählen Bosch und Continental zu den führenden Zulieferern. Continental liefert unter anderem die Steuerelektronik für Hybridfahrzeuge von Daimler und BMW sowie den Elektromotor für die Mercedes A-Klasse E-Cell. Beim Leichtbau könnten sich die deutschen OEMs laut Wirtschaftszeitung Produktion also einen Vorteil erarbeiten, denn weltweit halten die meisten Hersteller noch an konventionellen Komponenten bei der Materialauswahl fest.

12.07.2010, Originaltext „Produktion“

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© Foto S. Latt

Information zum Thema:

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Apropos Systemisch…

Natürlich kann man sich nicht um alles und jede mögliche Perspektive kümmern. Irgendwie bleibt man irgendwie immer unvollständig und vorläufig.
Allerdings ist diese Einsicht kein Grund, bestimmte Dinge nicht doch zu tun, jeweils nach unseren Möglichkeiten. In jedem Fall sollten wir versuchen, dem zufällig Erscheinenden eine gute Gelegenheit zu geben.

 

So wie neulich: irgendwo quer gelesen und bei der Gelegenheit darauf gekommen, dass Ludwig Wittgenstein in seinen Überlegungen zwar eng naturwissenschaftlich ausgerichtet war, dennoch mir heute, etwa 90 Jahre nach der Niederschrift, sehr systemisch vorkommt wenn er schreibt:

 

 

„(…), dass kein Teil unserer Erfahrung auch a priori ist.

Alles, was wir sehen, könnte auch anders sein.

Alles, was wir überhaupt beschreiben können, könnte auch anders sein.

Es gibt keine Ordnung der Dinge a priori.“

 

Denn: „Die Grenze meiner Sprache bedeuten die Grenze meiner Welt.“

 

 

Damit sind die Möglichkeiten und die Grenzen beschrieben, mit denen wir uns auseinanderzusetzen haben. Ganz deutlich systemisch wird es dann, wenn wir eine weitere Dimension hinzunehmen, in der es dann darum geht, miteinander und in Verbindung / Beziehung zueinander die jeweiligen Perspektiven auszutauschen, um zu weiteren Möglichkeiten zu kommen.

 

Oder anders gesagt: zu weiteren guten Gelegenheiten.

 

LW

Quelle: Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus, 5.634 und 5.6.  Werkausgabe Band 1, S. 68f. Suhrkamp 1984

 

Begegnungen und Balance

begegnung.jpg © S. Latt

Da war er wieder: der Wunsch nach eindeutiger, unerschütterbarer Wahrheit. Ein alter Bekannter, der zwar häufig um uns herum ist, hin und wieder grüßt, aber die Nähe scheut und Berührungen nicht sehr oft zulässt. Kaum ist er da, zum Greifen nah, ist er auch schon wieder fort, steht neben oder hinter uns und lässt sich dauerhaft einfach nicht fassen. Wieso bleibt er nicht, begleitet uns als „Begegnungen und Balance“ weiterlesen

Buchtipp

Falls Sie noch ein kleines, schön gestaltetes, informatives und lehrreiches Weihnachtsgeschenk in Buchform suchen, sei Ihnen ein Klassiker der Management-Literatur in erweiteter und neu gestalteter Auflage empfohlen:

Peter F. Drucker: Die fünf entscheidenden Fragen des Managements. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2009

Die Überlegungen von Peter Drucker werden hier von renommierten  Vordenkern des Managements wie Jim Collins, James Kouzes oder Judith Rodin aufgegriffen und weitergeführt. Für alle, die in Organisationen und Unternehmen etwas gestalten und entwickeln wollen, sind diese 5 Fragen ein gutes und vielleicht sogar unverzichtbares Instrument zur Selbsteinschätzung:

• Was ist unsere Mission?
• Wer ist unser Kunde?
• Worauf legt der Kunde Wert?
• Was sind unsere Ergebnisse?
• Was ist unser Plan?

Die Gestaltung braucht manchmal den Mut, sich einfachen und fundamentalen Fragen zu stellen. Dieses sehr verständlich geschriebene Buch ist allen zu empfehlen, die sich für diese Fragen und vor allen Dingen den Antworten interessieren.

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Creative Solution Meeting

Entwicklungen schreiten voran. Und basieren – zumindest im Kern – auf den Überlegungen, Auswirkungen oder Abgrenzungen dessen, was sich bisher bewährt hat. Gesprächsbedarf gibt es allenthalben, denn ohne gegenseitige Bezugnahme bleiben Fragestellungen einsam, leer und unter ihren Lösungsmöglichkeiten.

Zur Gestaltung  der Zukunft gibt es gerade jetzt vieles zu besprechen, zu erfinden und zu konkretisieren. Gleichzeitig soll oder muss gespart werden. Umso wichtiger ist es, bei den Workshops, Klausuren (oder vielleicht wird man in Zukunft schlicht CSM für Creative Solution Meeting sagen) das wirklich notwendige zu besprechen, die wirklich notwendigen Verbindungen, Begegnungen und Kontakte zu ermöglichen, damit kreative Lösungen und Entwicklungen enstehen können, die bisher so noch nicht waren.

Bei der Gestaltung solcher Workshops oder Meetings kann man als Berater oder Moderator unbedacht  vieles auch falsch machen. Was genau, haben wir im folgenden Artikel kurz zusammengefasst:

wirkungslose_ws.pdf

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Netzwerke

Was im Endeffekt scheinbar unerschütterlich ist, trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten funktioniert und dabei eher noch stärker in der Bedeutung wird, was in allen Zeiten Sicherheit vermittelt, Hoffnung gibt und auch noch für Zukünftiges inspiriert: das Netzwerk.

Klügerweise auf- und ausgebaut, gepflegt und in Ordnung gehalten, auch jenseits festgelegter Strukturen, ganz natürlich und oft mit leichter Selbstverständlichkeit. Wirksam sind Netzwerke nicht nur als Prinzip sozialen Handelns, sondern auch als wirtschaftlich-unternehmerisches Programm. Gerade in der Zeiten der zunehmenden Vernetzung z.B. im Internet scheint es angebracht und hilfreich – um den Überblick zu behalten – sich mit Erfolgsprinzipien von Netzwerken zu beschäftigen.

Prof. Elgar Fleisch von der Universität St. Gallen beschreibt im Nachfolgenden Artikel kurz und übersichtlich die wichtigsten Erfolgskriterien von Netzwerken:

Erfolgskriterien NW

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