Funktionsbewusstsein und Rollenflexibilität

Im Zweifelsfall kommt es auf eine ausgeprägte Unterscheidungs- und damit auf eine Entscheidungskraft an, damit man handlungsfähig bleibt.
Gerade dann, wenn nicht alles klar und eindeutig ist, braucht es gute Orientierungen und Wegmarkierungen, um in einer unentscheidbaren Situation die passende und weiterführende Richtung zu finden. Dabei kommt es weniger auf semantischen Sophismus – um nicht zu sagen Haarspalterei – an, sondern um eine Differenziertheit, die eine Distanz begünstigt, von der aus man wieder den Wald sieht, der vorher von den Bäumen versperrt war.

Ein Modell mit dem Potenzial einer Wegmarkierung ist die Unterscheidung zwischen „Funktion und Rolle“, häufig im Alltagssprachgebrauch synomyn verwendet, praktisch vielfach allerdings ein Schlüssel zur Lösung insbesondere von Führungsproblemen. Dieses Modell bezieht sich im Kern auf Überlegungen von Waldefried Pechtl und wird in dem nachfolgend Artikel von Ulrike Pabinger beschrieben.

Artikel Funktionsbewusstsein

bregenz-0109-3.jpg © S. Latt

Verbindlichkeit

Kooperation gelingt dauerhaft dort, wo es ein sicheres Gefühl von Verläßlichkeit gibt, gerade dann, wenn die Unterschiede deutlicher zum Ausdruck kommen, als das Gemeinsame. Dennoch bleibt die gemeinsame Absicht und zur Umsetzung braucht es Verbindlichkeit. Wie sie erreicht werden kann, erfordert vermutlich eine andauernde Auseinandersetzung, weil sich Kontext und Situation – einmal abgesehen von der Zeit an sich – dauernd in Bewegung befinden.

Anbei ein paar Stichworte zur Strukturierung dieser Auseinandersetzung:

Verbindlichkeit © S. Latt

Erkenntnisreise

Am 26. und 27. Februar 2009 veranstaltet die GWS das Forum 2009 „Haltung – macht – Führung“. Wir werden uns dort in einem vielfältigen Programm u.a. mit der Frage beschäftigen:

„Wenn Macht ursprünglich von „Können“ und „Vermögen“ kommt, wieso ist dann Ohnmacht und Unvermögen so allgegenwärtig?“

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen mitzudiskutieren und sich auf die gemeinsame Erkenntnisreise zu begeben! Unten finden Sie das Programm als pdf-Dokument.

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gws_forum_09.pdf

Januar 2009

Rom, 25.12.1786

„ Ich fange nun schon an, die besten Sachen zum zweitenmal zu sehen, wo denn das erste Staunen sich in ein Mitleben und reineres Gefühl des Wertes der Sache auflöst. Um den höchsten Begriff dessen, was die Menschen geleistet haben, in sich aufzunehmen, muss die Seele erst zur vollkommenen Freiheit gelangen.“
J.W. v. Goethe

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen den zweiten Blick auf vermeintlich bekannte Dingen und einen guten  Weg  zur  Freiheit der Seele.
Auch Vollkommenheit beginnt mit ersten Schritten.
Ein gutes Jahr 2009!

winter 09

HerbstWandel

Manchmal ist es glücklicherweise so, dass die Natur Mauern überwindet und mit ihr Schranken, Begrenzungen, Einseitigkeiten, Starres, Absolutheiten und andere Unmenschlichkeiten.
Plötzlich und ohne besonderen Grund sind es dann die Mauern, die die Farben der Natur übernehmen…

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Zur Kunst des Scheiterns

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Angenommen, Sie befinden sich in einer ganz normalen Situation in Ihrer täglichen Arbeit mit Menschen, mit Kollegen oder als Führungskraft oder als Berater, Sie sind geübt und souverän, können auf Ihre Fähigkeiten vertrauen, Sie sind erfahren und dadurch wirkungsvoll.
Und dann kommt da eine Situation, in der Sie plötzlich nicht mehr den Überblick haben, sich festfahren und zunehmend die innere Souveränität verlieren.
Was für ein Gefühl: die Wirkung verfehlt, die Absicht – tatkräftig durchdacht, vorbereitet, geprüft, modifiziert, für gut befunden und dann umgesetzt – im Unverständnis des Gegenüber versunken, alternative Möglichkeiten wie aufgelöst, der Kontakt unterbrochen, und es kommt einem vor, wie eine Investition, durch die auch noch zusätzliche Kosten entstehen.

Dabei: wir wissen alle, dass zum Erfolg das Versuchen gehört und stets das Risiko des Scheiterns enthalten ist. „Zur Kunst des Scheiterns“ weiterlesen

Arbeiten in Teams

Nach wie vor ist der Begriff des Teams ein sehr bunter und vielfältiger und in der ersten Phase einer Teamentwicklung wird es auch darum gehen, die Besonderheiten des konkreten Teams und ihre Bedeutung für den Arbeitskontext herauszuarbeiten. In dieser Weise betrachtet ist eine allgemein gültige Definition von Teams wohl nur schwer möglich. Dennoch lassen sich einige Merkmale und Prinzipien formulieren, die ein Team kennzeichnen und die sich thesenartig beschreiben lassen:

Team „Arbeiten in Teams“ weiterlesen

Vitalität langlebiger Unternehmen

Die Frage, was ein Unternehmen für lange Zeit möglichst vital macht und hält ist stets eine aktuelle Frage in Unternehmungen, die alle angeht, die damit, darin und dadurch beteiligt sind.
Arie de Geus hat zu dieser Frage eine Studie erstellt und vier Charakterzüge, die ein langlebiges Unternehmen auszeichnen, herausgearbeitet.

Obwohl diese Studie schon etwa 12 Jahre alt ist, so hat sie noch nichts von ihrer Aktualität verloren . Im Folgenden hat Walter Bertolini die wichtigsten Aspekte dieser Studie zusammengefasst:

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„Das Geheimnis langlebiger Unternehmen“

Unternehmen werden häufig als Organismus dargestellt und durchlaufen als solche in Analogie zum menschlichen Leben „von Geburt bis zur Reife“ eine Reihe von Phasen (siehe z.B. das Modell der Entwicklungsphasen des NPI, Fritz Glasl, u.a.). An deren Übergängen ereignen sich häufig krisenhafte Momente, die schließlich auch über das Weiterexistieren dieser Organisation entscheiden. Unternehmen als soziale Systeme unterscheiden sich von Menschen jedoch wesentlich darin, dass sie keine mehr oder weniger festgelegte Lebensspanne besitzen (siehe Mike Pedler, John Burgoyne, Tom Boydell: Das lernende Unternehmen, Campus Verlag, S 53 ff.). Und die (durchschnittliche) Lebensspanne von Unternehmen ist, nach einer Shell-Studie, auf die wir uns im Folgenden beziehen, weit kürzer, als sie sein müsste.
„Vitalität langlebiger Unternehmen“ weiterlesen

Vortrag Werturteile

Am 22. April hatte Stefan Latt Gelegenheit in Langenargen bei dem „Offenen Abend zu Gesprächen über Religion, Kunst und Gesellschaft“ über Ludwig Wittgenstein als Architekten und seine Auffassung von relativen und absoluten Werturteilen einen Vortrag zu halten.
Wer noch keinen Zugang zur Philosophie Wittgensteins gefunden hat und dennoch interessiert ist, für den ist möglicherweise der Weg über die Betrachtung seiner Art der Formgebung und Gestaltung eines Hauses ein erkenntnisreicher. In den nachfolgenden Folien finden sich einzelne Fotos sowie Daten zum Leben Wittgensteins.

Zitat LW

Foliensatz: Vortrag LW

Rubicon – Modell

Die geprüfte und bestätigte Hypothese: mit einem klaren und entschiedenen Vorsatz, der jenseits des blossen Wünschens zu einer zielgerichteten Intention  geworden ist, lassen sich Vorhaben leichter und konkreter Realisieren, als wenn man diesen Vorsatz nicht hat. Dazu  Peter Gasser:bild_rubicon.jpg 

„Das Rubicon-Modell des motivierten Handelns hat seinen Namen vom kleinen italienischen Fluss Rubicon (zwischen Ravenna und Rimini). An diesem Fluss stand 49 v. Chr. Julius Cäsar, der von seinen Feldzügen aus Gallien zurückkehrte, mit seinem Heer. Cäsar war sich nicht sicher, 

„Rubicon – Modell“ weiterlesen