Netzwerke

Was im Endeffekt scheinbar unerschütterlich ist, trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten funktioniert und dabei eher noch stärker in der Bedeutung wird, was in allen Zeiten Sicherheit vermittelt, Hoffnung gibt und auch noch für Zukünftiges inspiriert: das Netzwerk.

Klügerweise auf- und ausgebaut, gepflegt und in Ordnung gehalten, auch jenseits festgelegter Strukturen, ganz natürlich und oft mit leichter Selbstverständlichkeit. Wirksam sind Netzwerke nicht nur als Prinzip sozialen Handelns, sondern auch als wirtschaftlich-unternehmerisches Programm. Gerade in der Zeiten der zunehmenden Vernetzung z.B. im Internet scheint es angebracht und hilfreich – um den Überblick zu behalten – sich mit Erfolgsprinzipien von Netzwerken zu beschäftigen.

Prof. Elgar Fleisch von der Universität St. Gallen beschreibt im Nachfolgenden Artikel kurz und übersichtlich die wichtigsten Erfolgskriterien von Netzwerken:

Erfolgskriterien NW

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Funktionsbewusstsein und Rollenflexibilität

Im Zweifelsfall kommt es auf eine ausgeprägte Unterscheidungs- und damit auf eine Entscheidungskraft an, damit man handlungsfähig bleibt.
Gerade dann, wenn nicht alles klar und eindeutig ist, braucht es gute Orientierungen und Wegmarkierungen, um in einer unentscheidbaren Situation die passende und weiterführende Richtung zu finden. Dabei kommt es weniger auf semantischen Sophismus – um nicht zu sagen Haarspalterei – an, sondern um eine Differenziertheit, die eine Distanz begünstigt, von der aus man wieder den Wald sieht, der vorher von den Bäumen versperrt war.

Ein Modell mit dem Potenzial einer Wegmarkierung ist die Unterscheidung zwischen „Funktion und Rolle“, häufig im Alltagssprachgebrauch synomyn verwendet, praktisch vielfach allerdings ein Schlüssel zur Lösung insbesondere von Führungsproblemen. Dieses Modell bezieht sich im Kern auf Überlegungen von Waldefried Pechtl und wird in dem nachfolgend Artikel von Ulrike Pabinger beschrieben.

Artikel Funktionsbewusstsein

bregenz-0109-3.jpg © S. Latt

Zur Kunst des Scheiterns

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Angenommen, Sie befinden sich in einer ganz normalen Situation in Ihrer täglichen Arbeit mit Menschen, mit Kollegen oder als Führungskraft oder als Berater, Sie sind geübt und souverän, können auf Ihre Fähigkeiten vertrauen, Sie sind erfahren und dadurch wirkungsvoll.
Und dann kommt da eine Situation, in der Sie plötzlich nicht mehr den Überblick haben, sich festfahren und zunehmend die innere Souveränität verlieren.
Was für ein Gefühl: die Wirkung verfehlt, die Absicht – tatkräftig durchdacht, vorbereitet, geprüft, modifiziert, für gut befunden und dann umgesetzt – im Unverständnis des Gegenüber versunken, alternative Möglichkeiten wie aufgelöst, der Kontakt unterbrochen, und es kommt einem vor, wie eine Investition, durch die auch noch zusätzliche Kosten entstehen.

Dabei: wir wissen alle, dass zum Erfolg das Versuchen gehört und stets das Risiko des Scheiterns enthalten ist. „Zur Kunst des Scheiterns“ weiterlesen

Arbeiten in Teams

Nach wie vor ist der Begriff des Teams ein sehr bunter und vielfältiger und in der ersten Phase einer Teamentwicklung wird es auch darum gehen, die Besonderheiten des konkreten Teams und ihre Bedeutung für den Arbeitskontext herauszuarbeiten. In dieser Weise betrachtet ist eine allgemein gültige Definition von Teams wohl nur schwer möglich. Dennoch lassen sich einige Merkmale und Prinzipien formulieren, die ein Team kennzeichnen und die sich thesenartig beschreiben lassen:

Team „Arbeiten in Teams“ weiterlesen

Vitalität langlebiger Unternehmen

Die Frage, was ein Unternehmen für lange Zeit möglichst vital macht und hält ist stets eine aktuelle Frage in Unternehmungen, die alle angeht, die damit, darin und dadurch beteiligt sind.
Arie de Geus hat zu dieser Frage eine Studie erstellt und vier Charakterzüge, die ein langlebiges Unternehmen auszeichnen, herausgearbeitet.

Obwohl diese Studie schon etwa 12 Jahre alt ist, so hat sie noch nichts von ihrer Aktualität verloren . Im Folgenden hat Walter Bertolini die wichtigsten Aspekte dieser Studie zusammengefasst:

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„Das Geheimnis langlebiger Unternehmen“

Unternehmen werden häufig als Organismus dargestellt und durchlaufen als solche in Analogie zum menschlichen Leben „von Geburt bis zur Reife“ eine Reihe von Phasen (siehe z.B. das Modell der Entwicklungsphasen des NPI, Fritz Glasl, u.a.). An deren Übergängen ereignen sich häufig krisenhafte Momente, die schließlich auch über das Weiterexistieren dieser Organisation entscheiden. Unternehmen als soziale Systeme unterscheiden sich von Menschen jedoch wesentlich darin, dass sie keine mehr oder weniger festgelegte Lebensspanne besitzen (siehe Mike Pedler, John Burgoyne, Tom Boydell: Das lernende Unternehmen, Campus Verlag, S 53 ff.). Und die (durchschnittliche) Lebensspanne von Unternehmen ist, nach einer Shell-Studie, auf die wir uns im Folgenden beziehen, weit kürzer, als sie sein müsste.
„Vitalität langlebiger Unternehmen“ weiterlesen

In der Gegenwart

Kopenhagen

Zuweilen ist es so, dass man von einem unvorhergesehenem Ereignis überrascht wird: z.B. ein körperlicher Zustand, der sich durch eine Krankheit oder durch einen Unfall nachhaltig ändert, eine Beziehung, die nicht mehr so „wie immer“ gelebt werden kann, ein Beruf, der unter neuen Bedingungen völlig anders ausgeführt werden soll. Mit anderen Worten: eine tatsächliche Krise taucht wie aus dem Nichts auf, die zunächst scheinbar unlösbare Fragen stellt.
Manchmal gelingt es – „In der Gegenwart“ weiterlesen