Rahmenmodell Change

In unseren Seminaren bemerken wir immer deutlicher, wie klar, sinnvoll und weiterführend das nachfolgende Rahmenmodel zur Führung in Change Prozessen ist:
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Die Realisierung von Veränderungsprojekten ist im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig:

I. die Führung setzt Ziele und bestimmt massgeblich die grundsätzliche Ausrichtung. Zudem hat sie aber auch den Gesamtprozess zu gestalten und insbesondere (das halte ich für die wichtigste und gleichzeitig anspruchsvollste Aufgabe) die Ziele und das Vorhaben an sich zu vermitteln, also so zu kommunizieren, dass die Betroffenen die Absicht, den Anlass und den Nutzen verstehen können.

II. Die Mitarbeiter sind im Endeffekt diejenigen, die das Veränderungsvorhaben realisieren. Deshalb ist es zwingende Voraussetzung, dass sie einbezogen werden, das Ziel verstehen und die Veränderung so bewältigen können. Dabei werden Fragen und Klärungsnotwendigkeiten entstehen, die letztlich die Prozessgestaltung mitsteuern.

Deshalb sind für ein Verständnis des Modells zu sorgen, die Funktionsträger müssen es teilen und anwenden, die MA müssen sich darauf beziehen können, entsprechende Strukturen sind einzurichten. Spätestens hier wird deutlich, wie komplex und vielschichtig Change Prozesse sind und wie sorgfältig sie geplant, gesteuert und vor allem vermittelt werden müssen, damit sie nachhaltig eine Wirkung haben können.

Quelle: Züricher Hochschule Winterthur, Prozessmodell, 2005