Neulich im Zug   16. M√§rz 2016

Seit langem mal wieder mit der Bahn gefahren. Wie fr√ľher. Die vorbei fliegenden Landschaft genie√üen, im Tal fast Fr√ľhling, in den Bergen tiefer Schnee. Die H√§user drau√üen verschwinden nach links, die Menschen drinnen¬†auf der Suche nach einem Sitzplatz bewegen sich nach rechts, dem vorderen Ende des Zuges entgegen.

Es ist sch√∂n, mal wieder so wie fr√ľher unterwegs zu sein, nur ist es vom Komfort des Zuges und seiner Ausstattung viel angenehmer als vor ein paar Jahren, vieles hat sich weiterentwickelt.

Sichtbar mir schr√§g gegen√ľber der Hinterkopf und der rechte Arm eines mittelalten Mannes, der sitzt schon, hat seinen Platz gefunden, allein, Tisch und freier Platz vor sich. Umtriebig, ein laufender PC auf dem Tisch, den er manchmal nutzt, wie es scheint f√ľr die Bearbeitung einer Tabelle, davor ein Tablet, auf dem ein Kost√ľmfilm l√§uft, dann ein Smartphone, meistens in der rechten Hand, der Daumen scrollt und tippt, dazwischen ein Kopfh√∂rerkabel, das irgendwohin aus den Ohren h√§ngt und mehrere Ladekabel, die von den Devices zu einer offensichtlich eigens mitgebrachten Mehrfachsteckdose f√ľhren. Eine Menge Unterst√ľtzungsequipment, alles offensichtlich notwendig zur Bew√§ltigung seiner Allt√§glichkeit.

Wir sitzen in einem Abschnitt des Wagons f√ľr Rollstuhlfahrer und Menschen mit Handicaps. Ich wusste noch nicht, dass es dort auch Pl√§tze f√ľr Menschen mit digitaler Behinderung reserviert werden.

Aber es ist gro√üartig, dass sich die Bahn auch hier um Inklusion k√ľmmert.

FullSizeRender© S. Latt

Das Tool zur Entwicklung der Berufspers√∂nlichkeit: CAPTain   25. Februar 2016

Bei dem Tool CAPTAin handelt es sich um wissenschaftlich fundiertes, praxisorientiertes Online-Assessment zur Analyse des Potentials einer Berufspers√∂nlichkeit, mit dem Ziel, die Wirksamkeit der Personen in ihrer Funktion weiter zu entwickeln. Dieser Test eignet sich sowohl f√ľr einzelne Personen – z.B. im Rahmen von Coachings oder Recruitings – oder zur Erweiterung von PE-Massnahmen – z.B. Curricula zur Kompetenzentwicklung – oder der Vorbereitung/Flankierung¬†von OE-Prozzessen. Als kriterienorientierter Test ist er aussagekr√§ftig in Bezug auf den jeweiligen Kontext. Durch die M√∂glichkeit ein spezifizierbares Anforderungsprofil zu hinterlegen entstehen konkrete Aussagen, die f√ľr die jeweilige Person oder die Funktionsgruppen oder sogar die Organisation unmittelbar¬†nutzbar sind.

Der Umgang mit diesem Instrument erfordert Wissen, Erfahrung und eine st√§ndige Weiterentwicklung der Anwendung- und Auswertungskompetenzen. Als langj√§hriger Anwendungspartner wurde die Laterale GmbH f√ľr unser Bem√ľhen erneut von CNT Hamburg (captain-system.de) durch ein spezielles Zertifikat ausgezeichnet.

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F√ľr weitere Infos hinsichtlich Nutzung, Anwendung oder Auswertung des CAPTains k√∂nnen Sie uns gern kontaktieren.

Zwischenr√§ume   14. Februar 2016

Die √Ąsthetik der Reihenfolge zeigt sich durch die √úberg√§nge und Zwischenr√§ume – im Gewahrwerden des Sowohlalsauch. Von Etwas zu Etwas, fortlaufend andauernd.

Vor allem aber in der Sehnsucht nach dem n√§chsten Schritt. Der sich ank√ľndigt, folgerichtig und unvermeidbar ist, sich aber oft nicht gleich und schon gar nicht eindeutig offenbart, sondern sich vornehm finden l√§sst.

Die Suche erfordert Mut.

Und Zuversicht.

Und Zweifel.
Als Sorge um Bodenhaftung.

Damit ich nicht allein bleibe.

Weil es Fr√ľhling wird. In den n√§chsten Zwischenraum.

 

S. Latt

L1040547  Fuchs © C. Latt

Ihnen allen eine Fr√∂hliche Weihnachten!   14. Dezember 2015

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„Sokrates lernte in vorger√ľcktem Alter tanzen. “ ¬†
A. Camus, Tagebuch 1951-1959, Rowohlt, S.132

Beobachtung   23. November 2015

Brecht klein

Sie sind eine Berater*in…   11. Oktober 2015

…und haben den Auftrag, einen „Change Management“ – Prozess in einer Firma zu unterst√ľtzen und zu begleiten. Ihre Aufgabe, Ihr Job, daf√ľr werden Sie gezahlt. Sie machen sich im Kontakt mit den Beteiligten zun√§chst ortskundig, betrachten den Kontext und stellen fest, dass in dieser Organisation der Begriff „Change Management“ ein bunter ist und nur bedingt zur G√§nze Ihr bisheriges Verst√§ndnis trifft. Und schon sind Sie mittendrin: Sprache lernen hilft, sich zu verstehen, Verst√§ndnis ist wiederum Voraussetzung, Ver√§nderungen als Teil von Entwicklungen zu begreifen. Diese Entwicklungen finden permanent statt, erfordern dauernde Auseinandersetzung, nur teilweise beeinflusst vom Wunsch der Beteiligten.

Bei diesen anf√§nglichen √úberlegungen kommen Sie darauf, dass es noch weitere Fragen und Kl√§rungen gibt, die Sie gemeinsam mit Ihrem Kunden zu diskutieren h√§tten, immer verstanden als Teil des Change Managements, damit sich √ľber Ann√§herungen¬†tats√§chliche Weiterentwicklungen ergeben k√∂nnen. Frage: Was k√∂nnen Sie erw√§gen und ermessen, damit m√∂glichst handhabbare und nutzbare Informationen im gemeinsamen Prozess vorhanden sind:

  • Was ist tats√§chlich Ihr Auftrag in diesem Zusammenhang (und derjenigen, die hier Beteiligte sind)?
  • Was ist wessen¬†Interesse und Wille (Betrachtung aller stakeholder)?
  • Was ist¬†der zu erwartende Nutzen / Vorteil?
  • Was ist die Botschaft (durch den Prozesses & an wen)?
  • Was ist das Modell und die Annahmen, nachdem vorgegangen wird?
  • Was sind ¬†die relevanten Kriterien der G√ľte?
  • Wie k√∂nnte ein m√∂glicher Prototyp gestaltet sein?
  • Was ist das vorhanden K√∂nnen?
  • Wie wird vorgegangen (Umsetzungsschritte, der Plan)?
  • Was ist au√üerdem zu ber√ľcksichtigen (Unvorhergesehenes, Timing, Orte, Dynamik, Gef√ľhle etc.)
  • Was ist der Sinn?

Dies sind¬†wesentliche Fragen, die in der Auseinandersetzung zumindest Ans√§tze von Antworten ben√∂tigen, damit ein „Change Management“ nicht blutleer bleibt. Im Gespr√§ch wird man auf weitere Aspekte kommen, die das zuk√ľnftig gemeinsame beeinflussen k√∂nnen, hin zum gemeinsamen Ziel und wenn man es genau nimmt hin zum guten Leben in Kooperation, gegenseitiger Angewiesenheit und menschenw√ľrdigem Respekt.

Gro√üe Worte f√ľr einen schlichten professionellen Zusammenhang, in dem es nur um den Abschnitt des gemeinsamen Arbeitens geht. Aber eine angemessene Haltung, wenn es darum geht, zu tun, was man kann, den Entwicklungen zu folgen, wenn man sich dazu entschieden hat und vor allem dann, wenn man seine Aufgabe als Berater*in ernst¬†nimmt.

Beginnen wir also wirklich miteinander zu reden!

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Montagsforum 13. April 2015   13. April 2015

Prof. Dr. Ernst Peter Fischer:

„Das Spiel der M√∂glichkeiten – Die Geschichte des Wissens und die bleibenden Geheimnisse“

Sein sehr schwungvoller Vortrag an diesem fr√ľhlingshaften Montag ist ein √ľberzeugendes Pl√§doyer f√ľr das Staunen als Grundkompetenz der Weltwahrnehmung. Denn alle Erkl√§rungsversuche, die die Wissenschaften mit Leidenschaft betreiben, f√ľhren eben nicht zu (Er-)L√∂sung und Wahrheit, sondern zur Erkenntnis, dass mit der Anh√§ufung von¬†Wissen nicht das Licht, sondern das Dunkel zunimmt. Jede Erkl√§rung m√ľndet in einer weiterf√ľhrenden Frage und macht nur das Geheimnisvolle des Lebens deutlicher. Es gibt keine eineindeutigen Antworten. Stattdessen sollte man sich – so Fischer – dem Schatz des Staunens zuwenden, in dem man z.B. den unverstellten Sternenhimmel betrachtet. Darin lassen sich die Klarheit der Bewegung und die Unm√∂glichkeit des letzten Verstehens erkennen.

Zum Abschluss des Vortrages gibt Fischer eine handhabbare Antwort auf die Frage danach, was denn das Leben sei: das kreative Spiel der Möglichkeiten u.a. von Genen und molekularen Strukturen, die sich und der Dynamik folgen, ohne Lösung sein zu wollen:

Staunen Sie¬†– vor allem √ľber sich selbst, denn Sie selbst sind sich das gr√∂√üte Geheimnis von allen.“

Montagsforum Dornbirn Sommersemester 2015   5. April 2015

Titel MoFo

 

Das Sommersemester des Montagsforums wird unter dem Titel

Begegnungen: Vergessene Vergangenheit – Ungewisse Zukunft

vom 2. März bis zum 1. Juni 2015 im Kulturhaus Dornbirn veranstaltet.


 

Nächste Veranstaltung am 13.04.2015

„Das Spiel der M√∂glichkeiten – Die Geschichte des Wissens und die bleibenden Geheimnisse“

Referent ist der Wissenschaftshistoriker an der Universität Heidelberg Prof. Dr. Ernst Peter Fischer (Kurzbiographie).

E.P. Fischer, Jahrgang 1947, ist als Naturwissenschaftler und Professor f√ľr Wissenschaftgeschichte Autor zahlreicher popul√§rer und mehrfach ausgezeichneter Sachb√ľcher. In einem seiner letzten Ver√∂ffentlichungen „Das Gro√üe Buch vom Menschen“ (Droemer, 2014) fragt er sich u.a. wie sich Vielfalt und Variantenreichtum des Lebens anders verstehen liesse, als mit dem Konzept der Evolution:

„Wenn wir von der Evolution des Lebens sprechen, dann meinen wir seine innen angelegte F√§higkeit, sich an √§u√üere Umst√§nde anzupassen. Wunderbar daran ist, dass die Wissenschaft damit begonnen hat, die dazu n√∂tigen Mechanismen und Abl√§ufe zu erfassen und zu erkl√§ren, auch wenn noch viel Details offen und zu erkunden bleiben.“

Dem Erkunden geht allerdings ein Staunen voraus, das dem Zauber des Geheimnisses folgt. In seinem Beitrag f√ľr das Montagsforum wird er sich auf sein Buch „Die Verzauberung der Welt“ (Siedler, 2014) ¬†beziehen und der darin erl√§uterten These des „vertieften Geheimnisses“:

„Die Naturwissenschaft heben das Geheimnisvolle der Welt und der Natur nicht auf. Im Gegenteil! Die Naturwissenschaften vertiefen das Geheimnis. Sie verzaubern die Welt durch die Erkl√§rung, die sie geben.“

 

Hinweis zur Ausstellungser√∂ffnung Special Olympics   2. April 2015

Text Einladung 3

 

Text Landhaus SO√Ė

Begegnung im Vorarlberg Museum   15. M√§rz 2015

NW Begegnungen

Dauer der Ausstellung: 17. Jänner bis 3. Mai 2015

vorarlberg museum

Kornmarktplatz 1

6900 Bregenz